Zu meiner Person

 

CV:

  • Studium der Theologie und der Heilpädagogik an der Universität Fribourg und am Instituto Superior de Estudios de Teologia in Lima, Peru
  • Studienaufenthalte in den USA und in Peru
  • Anstellungen in verschiedenen sozialen und sozialpädagogischen Institutionen
  • Ausbildung am C.G. Jung-Institut, Zürich, als Erwachsenen- und Kinderpsychotherapeut und Psychoanalytiker C.G. Jung nach den Anforderungen der Schweizer Charta für Psychotherapie
  • Fortbildung in Aktiver Imagination
  • Fortbildung in Sandspieltherapie
  • Fortbildung in Analytischer Supervision und Coaching bei der Schweizerischen Gesellschaft für Analytische Psychologie (SGAP) www.coachingsupervision.ch
  • Eidgenössisch anerkannter Psychotherapeut
  • Praxisbewilligung in den Kantonen Zürich und Zug
  • Vorträge an den IAAP Kongressen von Kapstadt, Vilnius, St. Petersburg, Taitung (Taiwan), Trieste und Avignon
  • Lehranalytiker ISAPZURICH
  • Lehrtätigkeit und Mitglied ISAP- Leitung (Internationales Seminar für Analytische Psychologie, ISAPZURICH)

Mitgliedschaften und Netzwerk:

Weitere Gedanken zur Sinnfrage in der Psychotherapie
Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist wohl so alt wie die Menschheit selbst. Es gibt keine allgemeingültige Antwort darauf. Wir alle sind herausgefordert eine für uns gültige Antwort zu finden. Im Rahmen einer Psychotherapie soll dieser Frage Platz eingeräumt haben. Neben dem Sinn gehört auch die Sinn-losigkeit zum Leben. So schrieb C.G. Jung in hohem Alter:

„Die Welt in die wir hineingeboren werden, ist roh und grausam und zugleich von göttlicher Schönheit. Es ist Temperamentssache zu glauben, was überwiegt: die Sinnlosigkeit oder der Sinn. Wenn die Sinnlosigkeit absolut überwöge, würde mit höherer Entwicklung die Sinnerfülltheit des Lebens in zunehmendem Masse verschwinden. Aber das ist nicht – oder scheint mir – nicht der Fall. Wahrscheinlich ist, wie bei allen metaphysischen Fragen, beides wahr: das Leben ist Sinn und Unsinn, oder es hat Sinn und Unsinn. Ich habe die ängstliche Hoffnung, der Sinn werde überwiegen und die Schlacht gewinnen.“

(A.Jaffe, Erinnerungen,Träume, Gedanken von C.G.Jung).

Wonach suchen wir Menschen, wenn wir nach dem Sinn suchen? Etymologisch hat das Verb „sinnen“ im althochdeutschen die Bedeutung von „streben, begehren“, ursprünglich aber „gehen, reisen“. Die indogermanische Wurzel „sent“ hat die Bedeutung von „reisen, eine Richtung suchen“. Zu dieser Wurzel gehört im Lateinischen das Verb „sentire“, ‚fühlen, wahrnehmen‘. Damit hat Sinn mit Dynamik zu tun, im Sinne von sich bewegen. Es geht um das Letzte und Höchste, wonach der Mensch strebt. Die lateinische Bedeutung von „fühlen, wahrnehmen“ weist auch auf die Wichtigkeit der Sinnes-Wahrnehmung hin, die mit dem Sinn eng verbunden sind.

„Ausgangspunkt für alles Nachdenken über den Sinn, für alles Erschliessen und Entwerfen von Sinn, für jedes Sinnerleben sind unsere Sinne. Unser Körper ist das Medium der Sinnerfahrung. Sinn hat mit unserer unmittelbaren Befindlichkeit zu tun, unserem „In-der-Welt-stehen“ als Körper- Seele- Geist- Wesen zu tun. Dies drückt sich vor allem in unserem Lebensgefühl aus, das sich über die Sinnes-organe kundtut: Wie wir uns „in unserer Haut“ fühlen….Sinn hat daher zunächst mit der Wahr-nehmung der Wirklichkeit zu tun, ob und wie wir uns von ihr berühren und bewegen lassen…“

(U.Wirtz, J.Zöbeli, Hunger nach Sinn)

Die Sinnfrage ist also keine theoretische Frage, sondern stellt sich immer wieder neu aus den gegebenen Lebensumständen eines Menschen und soll im Rahmen einer psychologischen Beratung besprochen, bewusst gemacht und geklärt werden. Dies macht es möglich, dass Sie in Ihrem Leben mehr Sinn finden und für zukünftige Herausforderungen gestärkt werden. Meine Rolle als Psychotherapeut sehe ich in der wohlwollenden Begleitung dieses Prozesses.