ERHARD TRITTIBACH, LIC. THEOL.
LEHRANALYTIKER ISAPZURICH
PSYCHOTHERAPEUT ASP/SGAP
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Traumatische Erlebnisse

Eine posttraumatische Belastungsstörung tritt nach extrem traumatisierenden Erlebnissen auf, die mit Tod, der Androhung des Todes oder schweren Verletzungen zu tun haben. So etwa, wenn man den unerwarteten oder gewaltsamen Tod eines anderen, schweres Leid, die Verletzung eines Angehörigen oder einer nahestehenden Person erlebt. Beispiele sind Kriegserlebnisse, Vergewaltigung, Raubüberfall, Entführung, Terroranschläge, Geiselnahme, Folterung, Kriegsgefangenschaft, Naturkatastrophen, schwere Autounfälle oder lebensbedrohliche Krankheiten.
Betroffene erleben die traumatisierende Situation immer wieder in sich aufdrängenden Erinnerungen und leiden unter Albträumen. Es können auch Sinnestäuschungen und unwirkliche Vorstellungen auftreten. Betroffene haben Konzentrationsstörungen, zeigen eine übermässige Schreckhaftigkeit, sind übererregt, leiden unter Schlafstörungen und Ängsten. Es kann zu Reizbarkeit und Wutausbrüchen kommen, und häufig entwickeln sich Depressionen.
Wenn man eine schockierende, extrem belastende oder lebensbedrohliche Situation erlebt hat, kann das die Gesundheit, das ganze Leben und die Person verändern, es kann auch eine posttraumatische Belastungsstörung zur Folge haben.
Tedeschi geht in seinem Buch: Trauma& Transformation
davon aus, dass die verschiedenen Traumata an unseren Grundfesten rütteln oder diese sogar zerstören. Die bisherigen individuellen Ziele in Bezug auf sich selber und die Welt werden durch das Trauma umgestossen. Dies hat ein grosses emotionales Leiden und eine Einschränkung in Bezug auf die Bewältigung des Traumas zur Folge. Daneben kann das Trauma auch einen verändernden Einfluss auf die Identität haben. Der Mensch ist nach dem Trauma nicht mehr der, der er vorher war.

 

Traumatische Erlebnisse aus psychotherapeutischer Sicht

In der Aufarbeitung der traumatischen Erfahrungen stellt sich im besondern die Frage nach dem Sinn: Die Sinnfrage ist hierbei keine theoretische Frage, sondern stellt sich immer wieder neu aus den gegebenen Lebensumständen eines Menschen.
Wird ein Mensch mit einem schweren Schicksalsschlag, z.B. einem Verlust eines nahen Menschen oder einer lebensbedrohlichen Krankheit konfrontiert, stellt sich ihm die Sinnfrage ganz neu, auf eine ganzheitlichere, existentiellere Weise. Die Sinnfrage ist häufig mit der Frage nach dem Tod verknüpft. Die Dimension des Todes, die wir Menschen gerne so weit wie möglich von uns weg schieben, bekommt in diesen Situationen eine besondere Wichtigkeit. Ein Mensch wird aus einer sinngebenden Geborgenheit herausgerissen. Trotz der verschlingenden Gefahr des Todes kann aus der Konfrontation mit ihm neues Leben, ein neuer Sinn entstehen.
Wirtz und Zöbeli weisen diesbezüglich in ihrem Buch: „Hunger nach Sinn“auf die Bedeutung des Sinns in Bezug auf die Hoffnung und das Überleben hin: „Sinn ist nichts Abgehobenes, Imaginäres, sondern ein lebenslanger Prozess, sich im Lebensganzen mit dem je eigenen Sinnmuster begreifen zu lernen. Sinn ist Wahrnehmung dessen, was ist, und kann als Hoffnung und Sehnsucht nach einem Ziel überlebenswichtig sein....Sinn kann entstehen in der Bewältigung des Un- sinns.“

 

Durch eine sorgfältige Verarbeitung und Integration der traumatischen Erfahrung werden oft Selbstheilungskräfte geweckt und ist persönliches Wachstum möglich. In diesem Prozess kann Sinn erfahren werden.


All diese Fragen werden im Rahmen einer psychotherapeutischen Behandlung besprochen. Gerne biete ich Ihnen ein unverbindliches Erstgespräch an.

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Für mehr Informationen zum Thema Posttraumatische Belastungsstörung: Wikipedia



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